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Junge Arbeitslosigkeit

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 20.02.2012 13:12
In einigen Regionen Polens sind fast 60 Prozent der Arbeitslosen unter 34 Jahre alt.


GAZETA WYBORCZA: Junge Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen erreicht in Polen beunruhigende Ausmaße, berichtet die Gazeta Wyborcza. In einigen Regionen Polens, schreibt das Blatt, sind fast 60 Prozent der Arbeitslosen unter 34 Jahre alt. Denn, wie sich herausstellt, haben es auf dem polnischen Arbeitsmarkt eben gerade die jungen Menschen am schwierigsten: Sie haben zwar eine Ausbildung, aber nicht die von den Arbeitgebern erwartete Erfahrung.

Die Arbeitslosenämter stehen dem Problem ratlos gegenüber. In diesem Jahr haben sie weniger Geld für die Aktivierung von Arbeitslosen vom Staat erhalten, als in den Vorjahren. Im letzten Jahr waren dank Schulungen und Praktika noch 700.000 Arbeitslose auf den Arbeitsmarkt zurückgekehrt. In diesem Jahr sind die Perspektiven viel pessimistischer.

Wie die Gazeta Wyborcza berichtet, haben auch diejenigen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben, keinen Grund zur Freude. Nur 36 Prozent von ihnen sind beruflich aktiv.

Wie ist die Antwort der Regierung auf die zunehmende Arbeitslosigkeit? Das Arbeitsministerium hat vor Kurzem ein Programm ins Leben gerufen, das Arbeitssuchenden helfen soll. Das Budget: 120 Millionen Zloty, also etwa 30 Millionen Euro. Geht es allerdings nach Skeptikern, wird sich mit dieser Summe nicht viel machen lassen. Man bräuchte wenigstens zehn Mal so viel, damit polnischen Arbeitslose auf die Beine kommen.

DZIENNIK / GAZETA PRAWNA: Wirtschaftsposition Polens wird immer stärker
Experten haben keine Zweifel: der Export nimmt in Polen schneller zu, als in Deutschland, England und Italien, lesen wir in Dezinnik/Gazeta Prawna. Seit dem Jahr 2000 ist die Teilnahme Polens am Weltexport um das Doppelte gestiegen. Die Position des Landes auf dem Weltmarkt wird immer stärker.

Noch vor 12 Jahren hatte Deutschland 17. Mal so viel exportiert wie Polen. 2010 – nur 8 Mal so viel. Experten schätzen, dass die nächsten Jahre eine wahre Glücksperiode für Polen sein werden.

Der Erfolg Polens ist jedoch kein Zufall. In den letzten Jahren sind mit Hilfe von ausländischem Kapital viele Unternehmen gebaut worden. Ihre Produktion ist nicht nur für den polnischen Markt bestimmt, sondern auch für den Export, erklärt Professor Krzysztof Marczewski vom Institut für Marktforschung, Konsum und Konjunktur. Da diese Unternehmen Teil des internationalen Netzes von Korporationen sind, ist auch die Nachfrage auf den ausländischen Märkten groß. Gleichzeitig ist auch die Rolle der Unternehmen nich zu übersehen, die mit polnischem Kapital aufgebaut wurden. Auch sie exportieren immer mehr ins Ausland. Insgesamt sind die Prognosen also optimistisch, so Dziennik Gazeta Prawna.

RZECZPOSPOLITA: Swinemünde wartet auf einen Tunnel
Die Stadt Swinemünde ist im Winter vom Rest der Welt fast wie abgeschnitten. Swinemünde kann man nur mit einer Fähre erreichen. Die Bewohner kämpfen seit Jahren dafür, dass ein Tunnel zwischen der Stadt und dem Festland entsteht, berichtet die Rzeczpospolita.

In Swinemünde leben 40.000 Menschen. Um ans Festland zu gelangen sind sie auf Fähren angewiesen. Die letzten Tage haben jedoch gezeigt, dass man sich auf dieses Transportmittel nicht verlassen kann. Denn wenn der Winter härter zuschlägt, bleibt Touristen, die in der Stadt steckengeblieben sind, sowie Einwohnern nur der Weg durch Deutschland. Jedes Jahr haben die Bewohner die gleichen Probleme. Von Aufschwung kann dabei gar keine Rede sein. Der Tunnel ist also einfach ein Muss, betont Swinemündes Bürgermeister Janusz Żmurkiewicz. Die Regierung hat den Bau des Tunnels jedoch verschoben und auf die “Reserveliste” gesetzt. Ein 1200 Meter langer Tunner würde ungefähr 250 Millionen Zloty kosten.

Autor: Magda Gwóźdź

Redaktion: Adam de Nisau

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