Logo Polskiego Radia
Print

Polen drängt ins All

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 12.09.2017 10:33
Polen will in den nächsten Jahren in die Raumfahrttechnik investieren und mehr Satelliten ins All schicken.
Photo: pixabay.com

Gazeta Wyborcza: Polen drängt ins All

Polen will in den nächsten Jahren in die Raumfahrttechnik investieren und mehr Satelliten ins All schicken. Das lesen wir in der Gazeta Wyborcza. Der Weltraum sei heutzutage eines der wichtigsten strategischen Ziele. Die Fähigkeit, eigene Satelliten ins All zu schicken, zeige, ob Polen in der Lage sei, High-Tech-Technologie zu produzieren und anzuwenden. So zitiert die Zeitung Marek Banaszkiewicz, den Direktor für Weltraumforschung an der polnischen Akademie für Wissenschaften.

Der erste polnische Satellit wurde 2012 vom Kosmodrom in Französisch-Guayana aus ins All transportiert. Der etwa 10 cm lange und 1 Kg schwere Satellit hatte experimentellen Charakter. Gebaut haben ihn Studenten der technischen Hochschule in Warschau, sie verwendeten dabei nur Standartteile, die frei im Handel erhältlich sind.

2013 wurde dann „Lem“, der erste richtige polnische Forschungssatellit, von einer russischen Trägerrakete ins All befördert. Doch das soll laut Gazeta Wyborcza nur der Anfang sein. Die Regierung plant in den nächsten Jahren große Investitionen in die Weltraumtechnik – Polen soll seine eigene Satelitenflotte bekommen. Das bisher größte Projekt ist der Bau eines nationalen GPS-satelliten der bis 2021 ins All geschossen werden soll, berichtet die Gazeta Wyborcza.

NEWSWEEK: Warum verlassen immer mehr Priester die Kirche?

Immer mehr Priester scheinen ihrem Arbeitgeber, der katholischen Kirche, den Rücken zu kehren. Dies schreibt das Wochenmagazin Newsweek: „Viele Priester verlassen die Kirche, weil sie der Liebe den Vorrang geben oder weil sie ein Kind wollen. Aber immer mehr gehen auch deshalb, weil sie sich für ihre Kirche schämen.“

Der Artikel zitiert verschiedene Pfarrer, die sich von der Kirche abgewendet haben, so wie etwa Jakub: „Ich habe die Kirche nicht wegen einer Frau verlassen, sondern weil das Ganze nicht mehr den Körper Jesu Christi repräsentiert, sondern einen Fremdkörper.“

Seine Familie bezeichnete ihn dafür als Verräter. Der noch junge Mann musste wegen seiner Entscheidung bei seinen Eltern ausziehen.

Dem Newsweek-Artikel zufolge hätten immer mehr Priester mit solchen Reaktionen zu kämpfen, obwohl es noch keine verlässlichen Studien gibt.

Theologen und Soziologen wollen deshalb nun in Interviews die Motivationen zur Aufgabe des Priesteramtes ergründen: „Noch führt die Kirche keine Statistiken darüber, wie viele Männer den Job quittieren und warum“, so Newsweek. Dass ihre Zahl groß ist, könne man aus einer bereits bekannten Statistik ableiten. Sie zeigt, dass Kirche als Arbeitgeber an Attraktivität eingebüßt hat: „Es gibt immer weniger Ernennungen zum Priesteramt. Heute ist die Zahl um ein Drittel geringer als noch vor fünf Jahren.“

Experten vermuten, dass dabei die Zwänge wie das Zölibat entscheidend sind. Der Soziologe Józef Baniak habe zumindest in einer ersten Studie herausgefunden, dass 80 Prozent der ehemaligen Priester ihren Austritt mit dem Verbot begründen, eine Frau zu haben. Viele schrecke aber auch eine zunehmende Politisierung der Kirche ab, so ein Kollege Baniaks. Es sei abzuwarten, ob die Kirche aus den noch folgenden Studien Schlüsse zieht und Reformen in Gang setzt.

Joachim Ciecierski

tags:
Print
Copyright © Polskie Radio S.A