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96 neue "alte" F-16 Maschinen für Polen

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 11.01.2017 13:13
Polens Luftstreitkräfte könnten schon bald die stärksten unter den NATO-Ländern sein.
MON.pl

Dziennik/Gazeta Prawna: 96 F-16 Maschinen für Polen

Das polnische Verteidigungsministerium plant den Kauf von amerikanischen F-16 Kampfflugzeugen. Die Rede ist von 96 Maschinen aus zweiter Hand, berichtet Dziennik/Gazeta Prawna. Wenn Polen tatsächlich den Plan realisieren sollte, dann werde das Land eine der stärksten Luftstreitkräfte unter den NATO-Ländern besitzen. Bis es jedoch so weit ist, müssen noch viele Hürden überwunden werden, meint das Blatt. Eines sei jedoch sicher: „Polen brauche neue Kampfflugzeuge“, betont im Blatt der stellvertretende Verteidigungsminister Bartosz Kownacki. Der Kauf von modernen F-35 Maschinen sei jedoch ökonomisch unbegründet, deswegen wolle Polen auf gebrauchte F-16 setzten, so der Politiker. Polen besitzt bereits 48 F-16 Flugzeuge des Typs „C“ und „D“. Der Preis für einen benutzen „Habicht“ beträgt 100 Millionen Zloty (25 Millionen Euro).

Gazeta Wyborcza: Wie kann man Polen durchlüften?

Wie kann man Polen durchlüften? Diese Frage stellt nach dem letzten SMOG-Alarm die Tageszeitung Gazeta Wyborcza. Die Ursache für die schlechte Luft: Knapp fünf Millionen Polen würden mit Kohle von niedriger Qualität heizen und das zumeist in veralteten Öfen.

Die Lösung des Problems: Vor allem sei die Einführung von Qualitätsnormen für Kohle notwendig. Heute könne man so gut wie alles legal in den Ofen werfen. Stattdessen sollten die schlechtesten Kohlesorten in der Industrie verwendet werden, die über moderne Filter verfügt, während für Haushalte nur hochqualitative Kohle zugelassen werden sollte. Außerdem seien aber auch Qualitätsnormen für Kohleöfen vonnöten. Denn zur Zeit sei Polen europaweit der größte Produzent von veralteten Modellen, die Tonnen von Schadstoffen in die Atmosphäre ausstoßen.

Der Impuls zu diesen Änderungen müsse vom Energie- und vom Umweltressort ausgehen. Man dürfe nicht annehmen, dass die Kommunalverwaltungen die Sache selbst in die Hand nehmen, schreibt die Gazeta Wyborcza.

Rzeczpospolita: Zentral geplante Innovation

Der Vizepremier und Entwicklungsminister Polens Mateusz Morawiecki hat sich die Forderung nach mehr Innovationskraft in der polnischen Wirtschaft auf seine Fahnen geschrieben. Unter dem Namen „Projekt X“ sind zahlreiche Fördermaßnahmen zusammengefasst, die die polnische Wirtschaft in den nächsten Jahren technologisch auf Trab bringen sollen. Ein weitgehend auf Elektrofahrzeugen basierender öffentlicher Verkehr, die Entwicklung eines polnischen Elektroautos und die Modernisierung von Kraftwerken – das seien nur einige der ambitionierten Ziele des Programms, so die Rzeczpospolita.

Die Zeitung kommentiert das neue Programm relativ verhalten. Es spräche zunächst einmal nichts dagegen, für die polnische Wirtschaft eine zukunftsträchtige Nische zu finden. Allerdings mute das Programm etwas naiv an, so der Kommentar der Zeitung. Zusammen mit früheren Verlautbarungen Morawieckis, wonach in zehn Jahren eine Million Elektroautos auf Polens Straßen unterwegs sein werden, fühle man sich an Slogans aus den Zeiten des Kommunismus erinnert. Es entstehe der Eindruck, dass Innovation zentral vom Staat geplant werden soll. Dabei blühe technischer Fortschritt gerade dann, wenn wirtschaftliche Freiheit garantiert sei.

Ein anderer Fehler sei der Fokus darauf, dass die Innovationen polnisch sein und aus Polen stammen sollen. In Zeiten der globalisierten Wirtschaft hätte solch ein Denken in nationalen Kategorien keine Zukunft. Als Beispiel könne hier Israel dienen. Dort hätten sich viele amerikanische Firmen angesiedelt, die die Innovationskraft der dortigen Wirtschaft stärken, lesen wir in der Rzeczpospolita.

Joachim Ciecierski

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