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Dunkle Wolken über KOD-Anführer

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 09.01.2017 12:28
Die schlechten Nachrichten für Mateusz Kijowski reißen nicht ab.
Mateusz Kijowski Mateusz Kijowski FLICKR/Platforma Obywatelska RP/CC BY-SA 2.0

Rzeczpospolita: Dunkle Wolken über dem Anführer der KOD-Bewegung

Die schlechten Nachrichten für Mateusz Kijowski reißen nicht ab, berichtet die konservative Rzeczpospolita. Kürzlich war bekannt geworden, dass der Vorsitzende des Komitees für die Verteidigung der Demokratie (KOD) rund 90 Tausend Zloty (22 Tausend Euro) für verschiedene Leistungen vom Komitee erhalten hat. Kijowski hatte jedoch in der Vergangenheit beteuert, rein ehrenamtlich für das Komitee tätig zu sein. Aktivisten des Komitees hätten jetzt angekündigt, weitere belastende Details veröffentlichen zu wollen, so die Rzeczpospolita. Dabei solle es unter anderem um Budgetüberschreitungen bei der Organisation von öffentlichen Demonstrationen gehen. Mehr Informationen seien bei einer Pressekonferenz am Dienstag zu erwarten, so die Rzeczpospolita.

Kijowski habe Regierung neue Munition gegeben, schreibt Redakteur Michał Szułdrzyński in seinem Kommentar. Sein Verhalten passe zu der von der PiS-Partei verbreiteten Behauptung, dass die Opposition nicht für den Erhalt der Demokratie, sondern für ihre eigenen finanziellen und machtpolitischen Interessen kämpfe. Kijowski selbst hat erklärt, er wolle in den nächsten Tagen Details zu den Umständen der Zahlungen veröffentlichen. Auch schlägt er vor, die Wahlen für den Vorsitzenden des Komitees für die Verteidigung der Demokratie vorzuziehen, lesen wir in der Rzeczpospolita.

Gazeta Wyborcza: Parlamentskrise geht weiter

Die Krise im polnischen Parlament geht weiter. Noch zwei Tage bleiben, bis der Sejm seine Arbeit nach der Winterpause aufnehmen sollte. Teile der Opposition halten den Plenarsaal seit Dezember besetzt, bisher konnten sich Regierung und Oppositionspolitiker auf keine Lösung einigen. Auslöser für die Proteste waren die Pläne der Regierung, die Berichterstattung aus dem Parlament zu beschränken.

Die linksliberale Gazeta Wyborcza berichtet heute, die Regierungspartei PiS erwäge auch mit harter Hand durchzugreifen, um den Protest der Opposition zu beenden, sollte sie den Plenarsaal weiterhin besetzt halten. Innerhalb der Partei und von Seiten regierungsfreundlicher Experten seien entsprechende Vorschläge laut geworden. Zum einen könne man die Parlamentssitzungen in einem Nebensaal stattfinden lassen. Zum anderen erwäge man, die Parlamentsdebatten unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Medien zu führen. Die dritte Maßnahme wäre das zur Hilfe holen von Offizieren des BOR, also des Büros für den Schutz der Regierung, schreibt die Zeitung Gazeta Wyborcza. Auch rechtliche und finanzielle Konsequenzen könnten der Opposition angedroht werden, so eine andere Stimme, die von der Gazeta Wyborcza zitiert wird.

Rzeczpospolita: Portrait des Skisprung-Helden

Die Rzeczpospolita widmet sich heute auch dem großen sportlichen Thema vom Wochenende. Mit dem Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee hat Skispringer Kamil Stoch für großen Jubel in Polen gesorgt. Die Rzeczpospolita bringt heute ein Portrait des Springers, dem es endlich gelungen ist, in die Fußstapfen seines großen Vorbildes Adam Małysz zu treten. Schon als vierjähriger hätte Stoch beim Anblick von Skiern große Augen bekommen, lesen wir. Die Eltern hätten zunächst Bedenken wegen der risikoreichen Disziplin gehabt, doch es sei kaum möglich gewesen dem jungen Kamil seine Leidenschaft zu verbieten. Die Eltern Kamils hätten erhebliche finanzielle Aufwendungen gemacht, um das Training und die Karriere ihres Sohnes zu unterstützen. Wichtig sei auch der Einfluss der Vaters gewesen: Er hätte seinem Sohn beigebracht, dass nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen untrennbar zum Sport gehören und ihn so psychologisch auf seine spätere Karriere vorbereitet, schreibt die Rzeczpospolita.

Autor: Filip Żuchowski

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