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Polen feiern Tag der Muttersprache

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 21.02.2012 11:58
Polonisten werben für eine sorgfältigere Verwendung der polnischen Sprache.
PAP/Paweł SupernakPAP/Paweł Supernak

Heute ist der Internationale Tag der Muttersprache. Aus diesem Anlass setzen sich Sprachwissenschaftler und Polonisten gegen die Verwahrlosung des Polnischen ein. Mit einer Kampagne unter dem Motto "Muttersprache - Setze ein Lesezeichen!" wollen sie für eine sorgfältigere Verwendung der polnischen Sprache werben.

Eines der größten Probleme seien zu viele Fremdwörter, so der stellvertretende Vorsitzende des Rates für die polnische Sprache Professor Jerzy Bralczyk: "Häufig versuchen wir, unsere Gefühle in Fremdsprachen auszudrücken, weil uns das eleganter erscheint. Mich regen auch Dinge wie fremdsprachige Graffiti auf. Wenn wir schon auf Mauern schreiben müssen, machen wir das doch auf Polnisch. Genauso ist es mit dem Fluchen. Natürlich sollte man überhaupt nicht fluchen, aber wenn, dann doch bitte auf Polnisch!"

Fremdwörter sind jedoch nicht das einzige Problem. Polonisten kritisieren z.B. auch die zunehmende Anzahl von Grammatikfehlern und die Verwendung von Wörtern und Formulierungen aus der formalen Amtssprache im Alltag.

Katarzyna Klosinska vom Rat sieht die Ursache dieser Probleme in der zunehmenden Lesefaulheit: "Wir lesen einfach immer weniger. Wenn man keine Bücher liest, dann verkümmert die eigene Sprache. Die Literatur verliert zunehmend ihre Rolle als Quelle der sprachlichen Normen."

Der Internationale Tag der Muttersprache wird dieses Jahr zum 12. Mal begangen.

IAR/fz/adn

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