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Osteuropa erstarrt in tödlicher Kälte

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 03.02.2012 13:26
In Polen erhöhte sich die Zahl der Erfrorenen auf 20. In der Nacht zu Freitag sind sieben Menschen der Kälte zum Opfer gefallen.
photo - EPA/Sergey Drozhenkophoto - EPA/Sergey Drozhenko

Warszawa/Warschau. Mehr Kältetote, mehr Frost und überfüllte Obdachlosenheime - die extreme Kälte kostet besonders in Polen und der Ukraine immer mehr Menschen das Leben. Dramatisch ist die Lage in der Ukraine, wo bei Temperaturen bis minus 30 Grad nach Regierungsangaben mindestens 43 Menschen erfroren sind. In Polen erhöhte sich die Zahl der Erfrorenen auf 20. In der Nacht zu Freitag sind sieben Menschen der Kälte zum Opfer gefallen, unter ihnen zwei Angler. Sie waren trotz eisiger Temperaturen am Ufer des masurischen Sniardwy-See fischen gegangen.

Koksöfen erwärmen die Warschauer

Bei Tagestemperaturen bis minus 25 Grad sind auf den Straßen in der Hauptstadt Warschau viel weniger Menschen unterwegs als sonst. In vielen Orten wurden Koksöfen aufgestellt, an denen sich zum Beispiel wartende Fahrgäste aufwärmen können.
Die polnische Regierung rief die Menschen zur Unterstützung von alten, kranken oder obdachlosen Menschen auf. „Nicht die Kälte tötet Menschen, sondern Gleichgültigkeit“, hieß es in einem Schreiben des Sozialministeriums.

Klagen wegen zu niedrigen Temperaturen

Angesichts der Eiseskälte häufen sich Klagen frierender Arbeiter und Angestellter über zu niedrige Temperaturen am Arbeitsplatz, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Freitag. Nach polnischem Arbeitsrecht müssen Büroräume mindestens 18 Grad warm sein und in Fabrikhallen Temperaturen von mindestens 14 Grad herrschen. Andernfalls drohen dem Arbeitgeber Bußgelder in Höhe von bis zu 30 000 Zloty (7 000 Euro).

Iar/dpa/jc

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