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Polen will 100 Mrd. in Smog-Bekämpfung investieren

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 11.10.2018 12:03
Die Regierung will den Hausbesitzern unter die Arme greifen und sie beim Heizofen-Austausch sowie Gebäudeisolierung finanziell unterstützen.
Foto: pixabay.com

Polen sagt dem Smogproblem den Kampf an. Im Rahmen des Programms "Saubere Luft" will das Umweltministerium bis 2023 100 Mrd. Złoty in die Smog-Bekämpfung investieren. Ein großer Teil der Investitionen soll dank EU-Finanzhilfen durchgeführt werden, betonte Premierminister Morawiecki während eines Treffens in Suwałki.

„Dank den Finanzmitteln können wir die Situation in 4-5 Millionen Haushalten verbessern“, betonte er und versprach im Rahmen der Initiative sowohl die Modernisierung von Elektrizitätswerken, als auch die Förderung von umweltfreundlichen Lösungen für individuelle Verbraucher.

Laut neuesten europäischen Daten hat Polen die schlechteste Luft in der ganzen EU. Die Hauptursache sind eine Million installierte Kohle-Heizöfen.

Aufgrund von Krankheiten, die durch den Smog verursacht werden, fielen die polnischen Bürger kumuliert an 19 Millionen Arbeitstagen im Jahr aus. Das verursache nicht nur enorme Kosten für Unternehmen, sondern auch für die Sozialsysteme und das Gesundheitssystem, warnte 2017 die EU-Kommission.

Bis 2020, diese Frist ergibt sich aus den EU-Vorschriften, muss Polen seine Luftqualität verbessert haben. Ein Regierungsprogramm sieht das Verbot von Kohle-Öfen in ganz Polen ab 2020 vor. Bis dahin will die Regierung den Hausbesitzern unter die Arme greifen und sie beim Heizofen-Austausch sowie Gebäudeisolierung finanziell unterstützen.

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegen 33 der 50 am stärksten von Smog betroffenen europäischen Städte in Polen.

Iar/jc

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