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Litauischer Außenminister: Russland ruft effektiv Streit in Europa aus

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 09.08.2018 15:43
Linas Linkevicius kritisiert die Haltung Europas gegenüber Russland.
Der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz (links) und litauischer Außenminister Linas Linkevicius.Der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz (links) und litauischer Außenminister Linas Linkevicius.PAP/Jacek Turczyk

Litauens Außenminister glaubt, dass der Westen keine Schlussfolgerungen aus den Ereignissen vor 10 Jahren gezogen habe, als Russland zum Ausbruch des Krieges in Georgien führte. Linas Linkevicius ist sich jedoch sicher, dass Russland wiederum Schlussfolgerungen aus den Ereignissen der letzten Jahre gezogen und Europa effektiv zerstritten hat. Laut ihm hat Moskau die Krim annektiert und versucht Wahlen in westlichen Ländern zu beeinflussen.

"Die internationale Gemeinschaft gewöhnt sich daran und sieht Russlands Aktivitäten als Normalzustand. Unterdessen ist das Verhalten Russlands im 21. Jahrhundert inakzeptabel. Vor zehn Jahren warnten wir, dass das, was in Georgien passiert ist, auch an anderen Orten passieren würde. Ich selbst habe die Krim erwähnt, obwohl ich nicht wusste, dass die Krim nach 10 Jahren annektiert werden wird. Und wahrscheinlich könnte etwas Ähnliches in Transnistrien passieren", überzeugte Linkevicius.

Der Außenminister Litauens glaubt, dass Europa sich wieder zusammenschließen und eine harte Haltung gegenüber Russland vertreten muss. Sowohl die Europäische Union als auch die NATO haben in den letzten Jahren Sanktionen gegen Russland eingeführt, aber in vielen westlichen Ländern gibt es Stimmen, die das Gefühl solcher Sanktionen untergraben.

pap/ps

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