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Duda fordert mehr Aufmerksamkeit für die Mitgliedsstaaten

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 12.01.2018 12:01
Ein unabhängiges Polen ist ein wertvoller Teil von Mitteleuropa, betonte Polens Präsident beim Neujahrsempfang für ausländische Diplomaten in Warschau.
Staatspräsident Andrzej Duda mit Gattin Agata Kornhauser-Duda. Staatspräsident Andrzej Duda mit Gattin Agata Kornhauser-Duda. PAP/Jacek Turczyk

Polens Präsident hat von den Europäischen Institutionen mehr Aufmerksamkeit für die Mitgliedsstaaten gefordert: Sie seien taub gegenüber den Bedürfnissen der einzelnen Länder. Das sagte Andrzej Duda beim Neujahrsempfang für ausländische Diplomaten in Warschau.

"Die Institutionen der Europäischen Union sollten ihren Teil der Verantwortung für diese soziale Desillusionierung der Integration übernehmen und die begangenen Fehler analysieren. Es ist Aufgabe der EU, eine harmonische europäische Politik aufzubauen, aber nicht, die europäischen Nationen zu stigmatisieren, zu spalten und zu bekämpfen", so Duda.

Ein unabhängiges Polen ist ein wertvoller Teil von Mitteleuropa

In Bezug auf das 100-jährige Jubiläum der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen erklärte Duda: "Ein unabhängiges Polen ist ein wertvoller Teil Mitteleuropas, wohingegen ein souveränes und wohlhabendes Mitteleuropa ein wertvoller Teil des gemeinsamen Europas und der Welt ist."

Er fügte hinzu, dass "Europa verliert, wenn es dem Konzert von Mächten oder einer äußeren Herrschaft unterworfen wird, aber es gewinnt Frieden und erhält angemessene Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung, solange es weiß, wie man vom Reichtum all seiner Nationen und Staaten profitiert."

Duda zufolge sieht sich Europa heute "drei grundlegenden Bedrohungen" gegenüber: „eine kurzfristige Zersetzung, eine mittelfristige politische Desintegration und eine langfristige strategische Verschlechterung der globalen Position der EU".

iar/euronews/jc

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