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Polen macht sich für EU-Beitritt der Türkei stark

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 17.10.2017 17:16
Polens Präsident hat sich während eines Warschau-Besuchs des türkischen Staatspräsidenten für einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen.
Recep Tayyip Erdogan trifft sich mit Andrzej Duda in Warschau. Recep Tayyip Erdogan trifft sich mit Andrzej Duda in Warschau. PAP/Bartłomiej Zborowski

"Ich hoffe, dass die Wege der EU und der Türkei in die gleiche Richtung gehen werden und dass dies in einer EU-Mitgliedschaft der Türkei resultieren wird", sagte Andrzej Duda am Dienstag in der polnischen Hauptstadt. Die Türkei sei ein wichtiger Partner in Sicherheitsfragen der EU und würde die Gemeinschaft bei der Bewältigung der Migrationskrise unterstützen, betonte er.

Recep Tayyip Erdogan kritisierte die langen Beitrittsverhandlungen und forderte von der EU klare Ansagen. Man sollte sich nicht gegenseitig hinhalten, sagte der türkische Staatspräsident.

Der Clinch des Bündnispartners Türkei mit Deutschland und den USA dürfte Polen mit Sorge sehen. Warschau fühlt sich seit der Ukraine-Krise von Russland bedroht und hatte sich für die stärkere Präsenz des Verteidigungsbündnisses an der Ostflanke eingesetzt. Erdogan und Duda sprachen über die Zusammenarbeit im Rahmen der Nato, außerdem wurden fünf Dokumente unter anderem zur engeren militärischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit unterzeichnet. Das Treffen zwischen Erdogan und Ministerpräsidentin Beata Szydlo wurde abgesagt.

iar/dpa/jc

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