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Ein historischer Tag für polnisch-russische Beziehungen

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 17.08.2012 13:37
Kyrill I. und Erzbischof Jozef Michalik unterzeichneten heute mittag eine gemeinsame Botschaft an die Völker Polens und Russlands
PAP

Der Patriarch von Moskau, Kyrill I., und Vorsteher des polnischen Episkopats, Erzbischof Jozef Michalik, haben heute mittag im Königsschloss in Warschau eine gemeinsame Botschaft an die Völker Polens und Russlands unterzeichnet. In der Botschaft werden beide Völker dazu aufgefordert, an der gegenseitigen Versöhnung zu arbeiten. Im Vorfeld der Unterzeichnung mehrten sich die Stimmen zur Bedeutung des Dokuments für die polnisch-russischen Beziehungen.

Der Erzbischof Jozef Michalik: „Das Dokument kann so etwas wie das Aufschneiden eines Geschwürs sein. Ein chirurgischer Eingriff ist dann erforderlich“.

Der Senat-Vorsitzende Bogdan Borusewicz: „Ich bin mir sicher, dass uns das Dokument so in Erinnerung bleiben wird wie der Brief der polnische Bischöfe an die deutschen 1965.“

Der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski, bei dem der Patriarch von Moskau gestern zu Gast war, äußerte Dankbarkeit für die gemeinsame Kircheninitiative: „Vor allem die Kirchen können auf eine bedeutende Weise zu der polnisch-russischen Annäherung beitragen. Sie können unsere Völker beeinflussen, fest verwurzelte Vorurteile abzubauen, die uns daran hindern, einander zu vertrauen und der Zukunft gemeinsam mit Hoffnung entgegenzusehen“.

Es ist der zweite Tag des Besuchs vom Kyrill I. in Polen. Heute trifft er noch den Senat-Vorsitzenden Bogdan Borusewicz sowie Vertreter der Polnisch-Orthodoxen Kirche.

iw / jc

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