Ergebnis der Griechenland-Wahl in Polen mit Wohlwollen aufgenommen
PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski
18.06.2012 12:23
Nach Zahlen vom Montagmorgen führt die konservative Neue Demokratie nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen mit 29,7 Prozent.
Das Ergebnis der gestrigen Parlamentswahl in Griechenland ist in Polen positiv aufgenommen worden. Sowohl auf der politischen Bühne und auch an der Warschauer Börse. Nach Zahlen vom Montagmorgen führt die konservative Neue Demokratie nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen mit 29,7 Prozent und kann ein Regierungsbündnis mit der Pasok bilden. Gemeinsam verfügen beide Parteien über eine Mehrheit im Parlament.
Eine Niederlage ist das Wahlergebnis für das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras, dessen Partei nur den zweiten Platz erreichte. Er will die Kreditverträge mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einseitig aufkündigen, den Schuldendienst einstellen und die meisten in den vergangenen zwei Jahren beschlossenen Reformen zurückdrehen.
Der Berater von Staatspräsident Komorowski, Roman Kuzniar, begrüßte den Ausgang der Wahl und sagte, den Ausweg aus der Krise haben nun die Griechen in der Hand: „Das Problem liegt bei den Griechen und in der Frage, ob sie in der Lage sind, eine mittelfristige Verschlechterung der Lebensverhältnisse anzunehmen. Gleichzeitig bedarf es harter Arbeit. Nur so kommen sie aus ihrer Situation heraus.”
Investmentanalyst Pawel Cymcyk lenkt den Blick auf die steigenden Werte an den europäischen Börsen nach der Wahl in Griechenland: „Die Anspannung auf den Märkten wird sich – und hat sich bereits – im Zuge der Wahl beruhigt. Doch eine Wahl in Griechenland kann das wirtschaftliche Bild des Landes nicht verändern. Entscheidend ist, ob Griechenland wieder auf den Weg des wirtschaftlichen Wachstums zurückkehrt und beginnt, die Schulden aus eigener Kraft zurückzuzahlen. Es müsste also noch ein Hilfspaket geben, das aber nicht nur dem Land den Weg aus den Schulden zeigt, sondern auch den Weg des Wachstums weist.”
iar/mn
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