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Brigadegeneral Petelicki erliegt Kopfschuss

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 18.06.2012 12:06
Die Polizei geht zunächst von Selbstmord aus, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Petelicki war bis 1995 erster Befehlshaber der polnischen Spezialeinheit GROM.
Sławomir PetelickiSławomir Petelickifot. PAP arch./Radek Pietruszka

Der Brigadegeneral der polnischen Streitkräfte Slawomir Petelicki ist am Samstag infolge einer Schussverletzung im Kopfbereich ums Leben gekommen. Sein Leichnam wurde in der Tiefgarage seiner Warschauer Wohnung gefunden. Die Polizei geht zunächst von Selbstmord aus, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Petelicki war bis 1995 erster Befehlshaber der polnischen Spezialeinheit GROM.

Die Reaktionen der Politiker auf den Tod des hohen Generals fallen unterschiedlich aus. Medien spekulieren über mögliche Motive des mutmaßlichen Selbstmords Peteleckis. Der Berater von Staatschef Komorowski, Tomasz Nalecz, sagte: „Er war eine Person, die wir alle bewundert haben dafür, was er alles im freien Polen gemacht hat. Jeder Selbstmord ist ein Drama und ein Geheimnis zugleich. Alles deutet daraufhin, dass dieses Drama eine persönliche Note hat. Wir sollten daraus keine Sensation machen.”

Der Politiker der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit PiS, Ryszard Czarnecki, glaubt indes, ein Selbstmord sei häufig eine Art Kritik an den Regierenden. Daher müsse der Tathergang gründlich untersucht werden: „Er wußte es für seine Sache und seine Leute zu kämpfen und dabei ist er einigen übel aufgestoßen. Nach der Smolensker Katastrophe hatte er eine Art Metamorphose hinter sich, und begann die Regierung zu sehr zu kritisieren, etwa dass die Ermittlungen der Unglücksursache so langsam voranschreiten. Dafür wurde er verbal stark angegriffen.”

iar/mn

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