EM: Polen ausgeschieden - Smudas Zukunft offen
PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski
17.06.2012 11:24
Polen trauert. Das Vorrunden-Aus der polnischen Nationalmannschaft bei der EM hat im ganzen Land für kollektive Enttäuschung gesorgt und die Zukunft von Franciszek Smuda als Nationaltrainer infrage gestellt.
Aus der Traum. Franciszek Smuda und sein Team haben das letzte Vorrundenspiel gegen Tschechien verloren und verabschieden sich somit von der EM. PAP
Der 63-Jährige sorgte am späten Samstagabend nach dem 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien in Breslau mit widersprüchlichen Aussagen für Verwirrung. «Ich muss meine Position nicht aufgeben. Mein Vertrag war nur gültig bis zum Ende der EM», sagte Smuda auf der Pressekonferenz.
Dabei deutete Smuda, der das Team Ende 2009 übernommen hatte, indes an, seine Arbeit gerne fortsetzen zu wollen: «Wir haben eine Mannschaft entwickelt, auf die wir in Zukunft zählen können. Wir haben bald schon wieder das erste Qualifikationsspiel zur WM, und ich glaube wirklich, dass wir uns für die WM qualifizieren können.» Auch die Spieler setzen auf einen Verbleib des Trainers. «Wir haben eine Mannschaft mit viel Potenzial, mit der in Zukunft einiges möglich ist», sagte der Mainzer Eugen Polanski.
Im polnischen Fernsehen hatte Smuda kurz zuvor erklärt: «Das ist hundertprozentig das Ende meines Abenteuers mit der Mannschaft. Was weiter sein wird? Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, weil ich dachte, dass wir aus der Gruppe weiterkommen.» Smuda sagte nicht, ob er mit dem Begriff «Abenteuer» lediglich die EM meinte.
dpa